Willkommen

Wir begrüßen alle Interessierten auf der neuen Webseite des Pop Verlags Ludwigsburg. Diese Seite ist noch im Aufbau. (Noch nicht eingepflegte Inhalte finden Sie in der nicht mehr aktuellen Version der Verlagswebseite.)

Gemeinsam haben wir es durch ein bewegtes Jahr geschafft. Von ganzem Herzen möchten wir uns für die tolle Zusammenarbeit auch in schwierigen Zeiten bedanken. Wir freuen uns sehr über die Treue und das Vertrauen, das Sie uns geschenkt haben und wünschen Ihnen wunderbare Feiertage sowie einen guten Start in ein gesundes neues Jahr. Wir sind voller Zuversicht für 2022 und haben viele neue Bücher im Gepäck, auf die Sie gespannt sein dürfen.

Dieter Schlesak: Das Narbenwahre und die Kunst der Rückkehr. Roman. Reihe Epik Bd. 127, 503 Seiten, ISBN: 978-3-86356-346-2, €[D] 29,00. Zwangsläufig greift der Autor bei diesem Experiment der geistigen Befreiung und gleichzeitigen Öffnung für
Vor drei Jahren hat der Zufall die Wege des siebenbürgisch-deutschen Romanschriftstellers Eginald Schlattner und des rumänischen Politikwissenschaftlers Radu Carp gekreuzt – eine Begegnung, aus der ein Interviewband hervorging, der 2018 zunächst in Bukarest auf
Auf Seiten der Menschlichkeit: Theo Breuer. , Stimmt, liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser: lange habt Ihr unter diesem Titel „Auf Seiten der Menschlichkeit“ nichts mehr lesen können bei uns! – Gedichte also, die wahrhaft dieser Überschrift entsprechen, Gedichte, die zudem von hoher Qualität sind. Heute will ich Euch endlich wieder einmal ein solches Gedicht vorstellen – und den Autor dieses Gedichtes selbstverständlich gleich mit. Holdger Platta (weiterlesen)
Eginald Schlattner: Schattenspiele toter Mädchen. Roman. Reihe Epik Bd. 128. 401 S., ISBN  978-3-86356-360-8, €[D]29,00. „Jetzt, im hohen Alter, befällt mich eine nahezu verstiegene Sehnsucht nach Menschenkindern, die nicht mehr sind. Nach den Mädchen,
Übersinnliches, ja letztlich für das Numinosum, auch auf eine ganze Reihe autobiografisch geprägter Szenen zurück, die seinen Lesern aus den Romanen Vaterlandstage und TranssylWAHNien bekannt sein dürften, doch werden sie hier in einem völlig anderen Kontext, also auch mit einer völlig anderen Zielsetzung neu zusammengefügt: „Zähl die Jahre. Jetzt sind sie da. Die Kuckucksuhr mit dem Holzkuckuck, der schlug viertelstundenweise den Tod an, verneigte sich davor, bunt.“ Denn im Exitus letalis erkennt der Erzähler nun die einzige Möglichkeit einer „Heimkehr“ – „auch wenn es keiner glauben will“. Und resümiert angesichts der bevorstehenden Elektroschocks, die ihn seines Gedächtnisses berauben werden, nicht nur voller Angst vor den Schmerzen, sondern auch voller Zuversicht auf das baldige Verschmelzen im Tod mit dem EINEN: „Was bleibt? Zeit ist reine Illusion; es gibt sie nicht, nur unser Älterwerden, das aber lässt sich nicht so einfach berechnen … Jahre … Unsinn … Nichts mehr kann mir passieren, es ist ja schon passiert.“ Was aber tatsächlich bleibt, hat der Dichter Dieter Schlesak gestiftet: seinen nun posthum veröffentlichten Roman „Das Narbenwahre und die Kunst der Rückkehr“
Rumänisch veröffentlicht wurde und nun auch übertragen vorliegt – trotz aller Vorbehalte des Autors, dessen Muttersprache selbstverständlich Deutsch ist und dem es abwegig erschien, quasi „rückübersetzt“ zu werden. In diesem umfänglichen Dialog kommt Eginald Schlattner auf bisher wenig bekannte Facetten seines bewegten Lebens zu sprechen, da er ausführlich auf sein theologisches Wirken als evangelischer Pfarrer und Gefängnispfarrer in Siebenbürgen eingeht; er fächert aber auch eine Fülle historischer Details auf, die sein Einzelschicksal in den Kontext der politischen und menschlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts einbetten, denen auch dieser südosteuropäische Landstrich alles andere als spurlos ausgesetzt war. So fügt sich fast beiläufig, nämlich in zwanglosem Plauderton, nicht nur eine bewegende Autobiografie, sondern auch ein spannendes Gesellschaftspanorama zusammen, das sowohl die positiven als auch die problematischen Aspekte des Zusammenlebens unterschiedlichster Ethnien mit ihrer jeweiligen politischen, sozialen, kulturellen, sprachlichen und religiösen Prägung vermittelt. Nicht zuletzt also erschließt dieser Interviewband den Hintergrund der in der deutschen Öffentlichkeit viel beachteten Romane Eginald Schlattners – Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe, Das Klavier im Nebel, Wasserzeichen – und bietet eine in mancher Hinsicht erhellende Lektüre.
Wir wollen weniger erhoben, / Und fleißiger gelesen sein, lesen wir in einem bekannten Vierzeiler Gotthold Ephraim Lessings. Kann man „fleißiger lesen“, als Theo Breuer es bekanntermaßen sein Leben lang tut? Und kann man kreativer, lebendiger die Rezeption literarischer Texte für die Produktion ebensolcher nutzen, Leseimpression origineller in Schreibexpression verwandeln, als Theo Breuer es – eindringlicher denn je – im neuen Gedichtbuch nicht weniger nicht mehr handhabt, in dem es auf 133 Seiten suchstaben und Wörter und Verse auf Breuers unnachahmliche Weise regnet (prasselt …) und in dessen Gedichten die Buchstaben vom ersten bis zum vierten Kapitel atmen, hopsen, perlen, sprudeln, dass es seine Art hat.

 

die einst begreifbar waren bis in die Fingerspitzen der Seele und durch ihren Tod unbegreiflich geworden sind … Ich lerne, die regungslosen Erinnerungen zu erwecken, die abgebrochenen Geschehnisse weiterzuführen. Es gelingt, verblichene Gestalten wachzurufen, so dass ihre Gegenwart weh tut zwischen Gedächtnis und Phantasie.“Denke ich heute zurück, während ich das Einstige beschwöre: Da- mals, in den jungen Jahren – mein Gott, wie denn auch? –, hatte noch kein totes Mädchen das Gemüt verstört. Aber Rainer Maria Rilke berührte zu früher Stunde unser Gemüt, wenn noch nicht als Schlußstück: „Der Tod ist groß. / Wir sind die Seinen / lachenden Munds. / Wenn wir uns mitten im Leben meinen, / wagt er zu wei-
nen / mitten in uns.“ Es fällt mir auf: Erzählt wird manches, was schon früher festgeschrieben ist. Dieselben Namen spazieren durch die verschiedenen Bücher. Weshalb ich auf bereits Bekanntes zurückgreife? Der Gedächtnisroman. Im Gegensatz zum Erin- nerungsroman. Denkbar so: Da wäre die Omni- präsenz meiner Biografie in allem, was ich schreibe. Die Biografie, die sich bei aller Modellierbarkeit des Textes an Fixpunkte halten muss. Doch jedes Mal neu ist der Kontext. Die Frage, die den Schreibenden wie die Lesenden immer wieder umtreibt: Was ist ersonnen, was ist Tatsache in dem Text? Wann und wo und wie decken sich Erdichtetes und Erinnerung? -->

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